Käsemesser – Das richtige Messer für jeden Käse

Käse gibt es in unzähligen Sorten und Variationen. Jeder Käse ist anders, der eine weich, der andere hart, der eine fest, der andere cremig-weich.

Für diese unterschiedlichen Käsesorten benötigt man entsprechendes Werkzeug, sprich: das passende Käsemesser. Denn nicht jedes Käsemesser ist für jeden Käse geeignet und was für den einen Käse gut geeignet ist, ist für den anderen unpraktisch bis völlig ungeeignet. Hier nun eine Auswahl der wichtigsten Käsemesser und für welchen Käse sie sich am besten eignen.

Das Weichkäsemesser

Das Weichkäsemesser eignet sich besonders gut zum Schneiden von Weichkäsen und weichen Edelpilzkäsen. Durch die sehr dünne Klinge des Weichkäsemessers gleitet das Messer besonders gut durch den weichen, cremigen Teig von Weichkäse und der weiche Käse bleibt dabei nicht an der Klinge hängen. Viele Weichkäsemesser haben zusätzlich Löcher und/oder Aussparungen in der Klinge, um die Fläche, an der der Weichkäse kleben bleiben kann, möglichst zu verkleinern. Für Schnittkäse ist dieses Messer dagegen ungeeignet, da die Klinge bei festeren Käsesorten leicht abbrechen kann.

Der Käsehobel

Mit dem Käsehobel lassen sich Scheiben mit gleichmäßiger Dicke von Schnittkäse- oder halbfesten Schnittkäsestücken schneiden. Dabei wird der Käsehobel auf den Käse aufgelegt und dann die Scheiben praktisch vom Käsestück „gehobelt“. Der Käsehobel eignet sich besonders gut als Werkzeug bei Tisch oder an einem Käsebuffet, so dass sich jeder Scheiben von einem größeren Stück Käse abschneiden kann.

Spezialwerkzeuge und -messer für bestimmte Käse

Neben den bereits vorgestellten Käsemessern und -werkzeugen, die man alle für mehrere verschiedene Käse verwenden kann existieren noch einige spezielle Käsemesser und -werkzeuge, die sich alle nur für einen einzelnen Käse oder eine bestimmte Käseart eignen.

Die Girolle – Käsehobel für Tete de Moine

Das vermutlich bekannteste Spezialwerkzeug für einen bestimmten Käse ist die Girolle, der Käsehobel für den Tête de Moine (Mönchskopfkäse) aus der Schweiz.

Die Girolle, die 1881 erfunden wurde, besteht aus einem dicken runden Holzteller auf dem ein Stift senkrecht befestigt ist, auf dem sich wiederum eine Kurbel mit einer Klinge am unteren Ende befindet. Vom Tête de Moine wird zunächst die obere Rinde abgeschnitten und anschließend der zylindrische Käse mittig auf den Stift gesetzt. Dann wird die auf den Stift gesteckte Kurbel im Kreis herum bewegt, wodurch die Klinge hauchdünne Rosetten vom Käse schabt. Die so vergrößerte Oberfläche bringt den Geschmack des Tête de Moine besonders gut zur Geltung. Beim Schaben löst sich die Käserinde am Rand und bröselt ab. Durch diese besondere Art, den Käse zu schneiden, sieht seine Oberfläche aus wie die Tonsur von Mönchen. Daher gaben ihm 1797 Soldaten der französischen Revolution den Namen Tête de Moine, also Mönchskopf.

Der Parmesanbrecher

Ein weiteres Spezialwerkzeug, das nur für eine bestimmte Käsesorte bzw. Käseart verwendet wird, ist der Parmesanbrecher.

Hierbei handelt es sich um eine Art robusten, gedrungenen Meißel mit geschliffener Spitze und geschliffenen Seiten. Damit lassen sich aus großen Parmesanlaiben und aus den Laiben anderer Hartkäsesorten handliche Stücke ausbrechen.